So funktioniert eine digitale Patientenverfügung

2021-05-07
Autor:
DSwiss

Eine Patientenverfügung gehört nicht zu den Dingen, mit denen sich die meisten Menschen freudig und freiwillig auseinandersetzen. Allerdings hat es deutliche Vorteile, sich über den Fall der Fälle vorab Gedanken zu machen. In seiner digitalen Version ist dieses Dokument sogar noch hilfreicher.

Die Idee hinter einer Patientenverfügung lautet wie folgt: Sie halten darin fest, welchen medizinischen Massnahmen Sie zustimmen und welche Sie ablehnen. Dazu gehören nicht zuletzt lebenserhaltende Prozeduren wie Bluttransfusionen oder eine künstliche Beatmung. Die behandelnden Ärztinnen und Ärzte müssen sich nach Ihren Anweisungen richten, sofern sie davon ausgehen, dass die Verfügung rechtskräftig ist (siehe unten). Gesetzeswidrige Anweisungen wie der Wunsch nach Sterbehilfe sind hingegen generell nicht bindend.

Zu den Inhalten des Dokuments gehört ausserdem, wer die von Ihnen bestellten Vertrauenspersonen sind. Zwei sollten es mindestens sein.

Wozu ist eine Patientenverfügung gut?

Ein solches Dokument ist also letztlich für den Moment gedacht, in dem Sie selbst keine Entscheidungen treffen oder Wünsche äussern können. Sie halten diese stattdessen vorab in schriftlicher Form fest.

Mit einer solchen Verfügung helfen Sie sowohl Ihren Angehörigen als auch den Ärztinnen und Ärzten. Denn ohne solche Anweisungen würden Ärzte alles unternehmen, um Ihnen zu helfen – selbst wenn das eigentlich nicht in Ihrem Sinne ist.

Vorteilhaft ist die Verfügung aber auch für Sie selbst: Schliesslich müssen Sie sich dadurch ganz grundlegend und rechtzeitig Gedanken darüber machen, was im Notfall geschehen soll. Solche Entscheidungen treffen sich deutlich leichter, wenn Sie die Musse haben, sich über die Argumente für oder gegen medizinische Massnahmen zu informieren.

Was in eine gültige Patientenverfügung gehört

Klar ist allerdings auch: Es ist nicht immer sinnvoll und möglich, auf jede einzelne potentielle Behandlung einzugehen. Deshalb bietet es sich an, in grundsätzlichen Worten darzustellen, was Ihnen aus persönlichen oder ethischen Gesichtspunkten wichtig ist. Das gibt Ärzten im Notfall einen gewissen Handlungs- und Entscheidungsspielraum. Bedenken Sie, dass Sie als Laie nicht immer hundertprozentig abschätzen können, welche eventuell harmlose Massnahme in einer Situation Ihr Leben retten kann. Auch deshalb wird empfohlen, sich über diese Themen ausführlich zu informieren oder beraten zu lassen.

Damit eine Patientenverfügung als gültig anerkannt wird, gelten die folgenden Regeln:

  • Als «urteilsfähige Person» können Sie das Dokument für sich selbst erstellen, nicht aber für andere.
  • Die Verfügung braucht ein Erstellungsdatum und eine rechtskräftige Unterschrift.
  • Sie sollte möglichst aktuell sein. Das bedeutet: Idealerweise überprüfen Sie regelmässig, ob Sie mit den Aussagen noch einverstanden sind und unterschreiben mit neuem Datum erneut. Das kann beispielsweise alle zwei Jahre geschehen.

Dabei ist es zugleich wichtig, dass die Verfügung im Notfall schnell auffindbar ist. Deshalb wird empfohlen, eine entsprechende Informationskarte stets bei sich zu tragen. Digitale Angebote haben dabei den Vorteil, dass der Text der Verfügung sowie weitere Informationen besonders schnell aufrufbar sein können.

Vorteile einer digitalen Lösung wie LegacyNotes

Unser Partner LegacyNotes bietet diese Funktion im Rahmen der Nachlassplanung an, die wir hier genauer vorgestellt haben. Als SecureSafe-Kunde profitieren Sie von 50% Rabatt auf Ihr Premium oder Lifetime Abonnement.

Der Service von LegacyNotes führt Sie bequem und verständlich durch den Erstellungsprozess und bietet zugleich einen sicheren Aufbewahrungsort für Ihre Patientenverfügung. Denn LegacyNotes hat sich ebenso wie SecureSafe die Sicherheit Ihrer Informationen auf die Fahnen geschrieben. Sie werden verschlüsselt und befinden sich auf Webservern in der Schweiz.

Sie tragen als Kunde hinterher eine Karte mit einem QR-Code bei sich. Ein Arzt kann diesen bei Bedarf einlesen und so den Freigabeprozess für die hinterlegten Informationen direkt starten. Ihre Vertrauenspersonen werden kontaktiert und können der Freigabe zustimmen. Im Anschluss stehen die gespeicherten Informationen sofort zur Verfügung.

Zu den weiteren Angeboten von LegacyNotes gehört unter anderem ein kostenloser «Vorsorge-Simulator», mit dessen Hilfe Sie schnell herausfinden, welche Aufgaben noch zu erledigen sind. Danach erstellen Sie alle Unterlagen und hinterlegen andere wichtige Informationen. Ihre zugriffsberrechtigen Personen werden im Fall der Fälle Schritt für Schritt durch die Aufgaben geführt..

Schlusswort

Wir alle haben sicherlich unterschiedliche Ansichten dazu, welchen lebenserhaltenden Massnahmen wir zustimmen und welche wir ablehnen. Im Alltag macht man sich allerdings normalerweise keine Gedanken darüber. Eine Patientenverfügung hilft Ihnen dabei, sich über Ihre Meinung klar zu werden. Und zugleich haben Sie eine Chance, mit Ihren Vertrauenspersonen darüber zu sprechen.