Wie Online-Plattformen den digitalen Nachlass regeln

Das Thema «digitaler Nachlass» ist nicht zuletzt durch die mediale Berichterstattung zu einem bedeutenden Thema für Online-Dienstleister geworden. Wir haben die Prozesse der wichtigsten Plattformen angeschaut und für Sie zusammengefasst:

Facebook

Facebook erlaubt seinen Nutzern, einen so genannten Nachlasskontakt auszuwählen. Beim Tod eines Nutzers kann der Nachlasskontakt die Löschung des Kontos beantragen oder es in den Gedenkzustand versetzen lassen. Die letztgenannte Option erlaubt es dem Nachlasskontakt, einen letzten Post in der Chronik zu veröffentlichen, z.B. um eine letzte Mitteilung im Namen des Verstorbenen oder Informationen über die Trauerfeier verfassen. Der Nachlasskontakt kann auch das Profil und das Titelbild aktualisieren. Das Konto existiert weiterhin, so dass es vom Nachlasskontakt verwaltet werden kann, einschliesslich eingehender Freundschaftsanfragen. Ausserdem können die Facebook-Benutzer ihrem Nachlasskontakt erlauben, eine Kopie all dessen, was auf Facebook geteilt wurde, herunterzuladen. Wie Facebook auf seiner Hilfeseite mitteilt, kommen möglicherweise weitere Rechte zu dieser Nachlassfunktion hinzu.

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Twitter

Beim Tod eines Kontoinhabers erlaubt Twitter den direkten Familienangehörigen oder einer im Namen des Nachlasses bevollmächtigten Person, die Löschung zu beantragen. Um den Nachweis der Identität und des Rechts zur Beantragung einer Kontenlöschung zu erbringen, müssen die Familienangehörigen Twitter Informationen über die verstorbene Person, eine Kopie des Personalausweises und eine Kopie der Sterbeurkunde des Verstorbenen vorlegen. Ein Zugang zum Konto selbst wird nicht gewährt.

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LinkedIn

LinkedIn bietet ebenfalls an, das Konto einer verstorbenen Person zu löschen, wenn eine dem Verstorbenen nahestehende Person ein Formular mit den folgenden Informationen ausfüllt:

  • Name des Mitglieds
  • Die URL zum entsprechenden LinkedIn-Profil
  • Beziehung zum Verstorbenen
  • Die E-Mail-Adresse des Mitglieds
  • Das Todesdatum
  • Ein Link zur Sterbeanzeige
  • Name des Unternehmens, bei dem die Person zuletzt gearbeitet hat

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Google-Konten

Durch das Tool „Kontoinaktivität-Manager” ermöglicht es Google seinen Nutzern, vorauszuplanen und zu entscheiden, was nach ihrem Tod mit ihren Konten (Gmail, YouTube usw.) geschehen soll. So funktioniert es:

  • Wenn Ihr Konto für einen längeren Zeitraum (der von Ihnen als 3, 6, 12 oder 18 Monate festgelegt wird) inaktiv bleibt, können Sie Google anweisen, es zu löschen oder Ihre Zugriffsdaten an vorher festgelegte Personen Ihres Vertrauens weiterzuleiten.
  • Andernfalls müssen Ihre nächsten Verwandten eine Kontolöschung oder Übertragung von Daten beantragen. Unabhängig von der Beziehung der Antragsteller zum Verstorben entscheidet Google letztendlich, ob die Daten weitergegeben werden oder nicht.

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Microsoft-Konten

Bei Inhabern von Outlook.com-Konten wendet Microsoft einen so genannten „Nächster Angehöriger-Prozess“ an. Dadurch können Sie Ihre Wünsche für Ihre Microsoft-Konten nach Ihrem Tod festlegen, einschliesslich der Frage, ob Sie möchten, dass Microsoft Ihren Angehörigen eine DVD mit dem Inhalt des Accounts schickt.

Im Todesfall eines Kontoinhaber muss ein Angehöriger die Freigabe der Kontoinhalte beantragen, indem dieser eine E-Mail an msrecord@microsoft.com unter Angabe der folgenden Informationen sendet:

  • Nachweis der Identität des Antragstellers und seiner Verwandtschaft mit dem Kontoinhaber
  • Nachweis, dass der Kontoinhaber verstorben ist

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Yahoo-Konten

Yahoo ermöglicht es Angehörigen verstorbener Kontoinhaber, das Konto zu schliessen und die Fakturierung von Premium-Produkten zu stoppen. Es ist jedoch nicht möglich, Zugang zum Konto zu erhalten oder eine Übertragung von Kontoinformationen zu veranlassen. Um einen Antrag auf Löschung des Kontos bearbeiten zu können, fordert Yahoo die folgenden Informationen an:

  • Ein Schreiben, das Ihren Antrag enthält und die Yahoo-ID des Verstorbenen angibt.
  • Eine Kopie eines Dokuments, durch das der Antragsteller zum persönlichen Vertreter oder Nachlassverwalter des Verstorbenen ernannt wird.
  • Eine Kopie der Sterbeurkunde des Yahoo-Kontoinhabers.

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Ihre alternative Lösung zur Datenvererbung

Der Vorgang, eine Strategie zum digitalen Erbe für jedes Ihrer persönlichen Onlinekonten festzulegen, ist nicht nur kompliziert, sondern auch zeitaufwändig. SecureSafe bietet Ihnen eine Alternative: Sammeln Sie all Ihre wichtigen Passwörter und Dateien an einem hochsicheren Ort und nutzen Sie dann unsere einzigartige Datenvererbung.

Als Inhaber eines SecureSafe-Kontos können Sie die Begünstigten festlegen und so dafür sorgen, dass wichtige Dateien oder Passwörter nach Ihrem Tod an sie weitergeleitet werden. Die Übertragung von Daten geschieht automatisch und sicher über einen Aktivierungscode, den Sie einer Person Ihres Vertrauens mitteilen.

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